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Nach­le­se zur Agi­len Nacht Stutt­gart am 20. Ju­li 2015

Scrum ist NICHT die Lö­sung un­se­rer Probleme

Lie­be Teil­neh­mer und al­le die, die lei­der – weil die Ver­an­stal­tung hoff­nungs­los über­füllt war – nicht kom­men konnten,

Mann, war das ein Abend! Es hat ir­re viel Spaß ge­macht, es war voll und lei­der auch sehr warm, aber es war klas­se. Vie­len Dank an die The­men-Gäs­te Wolf­gang Re­za Shara­vi und Dr. Ger­hard Woh­land, und vie­len Dank an die zahl­rei­chen Teil­neh­mer, die en­ga­giert und in­ter­es­siert mit­dis­ku­tiert haben!

20. Juli 2015: Scrum ist NICHT die Lösung unserer Probleme mit Wolfgang Reza Sharavi und Dr. Gerhard Wohland

Rück­blick zum Thema

Scrum ist NICHT die Lö­sung un­se­rer Probleme

Er­fah­rungs­be­richt über die Zeit­rech­nung vor und wäh­rend “Agil” bei Tha­les Trans­por­ta­ti­on Sys­tems GmbH
Re­za be­rich­te­te über die Zeit­rech­nung vor und wäh­rend “Agil” bei Tha­les Trans­por­ta­ti­on Sys­tems GmbH. Sei­ne zen­tra­len Fra­gen waren:

  • Wie kann ich die Kul­tur nach­hal­tig ändern?
  • Wie viel muss vor­ge­lebt werden?
  • Und: in­wie­weit ist es in ei­nem star­ren oder in ei­nem re­gu­lier­ten Um­feld über­haupt mög­lich, “Agil” umzusetzen?

Be­son­ders gut fand ich im Er­fah­rungs­be­richt von Re­za, dass er nicht nur die po­si­ti­ven Din­ge her­vor­ge­ho­ben hat­te, son­dern auch die Din­ge, die schwie­rig wa­ren. Die Teil­neh­mer ha­ben dem­entspre­chend mit ih­ren Fra­gen ge­nau die ent­schei­den­den Wun­den ge­fun­den und dar­in herumgebohrt! 🙂

 

Ger­hards The­ma: War­um die Ein­füh­rung von Scrum zur Lö­sung von Pro­ble­men scheitert.

Ger­hard hat die Fä­hig­keit, in ei­ner Stun­de mehr neue Fra­gen auf­zu­wer­fen, als Ant­wor­ten zu lie­fern. Un­ver­gess­lich wird mir der An­blick blei­ben, in ca. 60 Ge­sich­ter bli­cken zu kön­nen mit her­un­ter ge­klapp­ter Kinnlade.
“Das ist ei­ne so ge­nann­te fal­sche Fra­ge. Wenn je­mand ei­ne sol­che Fra­ge be­ant­wor­tet, wirst du ga­ran­tiert ei­ne fal­sche Ant­wort be­kom­men.” – Wohl wahr, aber nicht die Ant­wort, die der fra­gen­de Kol­le­ge ger­ne ge­habt hätte 🙂

Wenn du Scrum ein­führst, um ein Pro­blem zu lö­sen, dann zäumst du das Pferd von hin­ten auf. Das ist nicht der ers­te Schritt, son­dern das Er­geb­nis! Scrum ist das Er­geb­nis der ex­pe­ri­men­tel­len Su­che nach ei­nem Weg für bes­se­re SW-Ent­wick­lung in ei­ner dy­na­mi­schen Um­ge­bung. Bei die­ser Su­che sind Pio­nie­re auf et­was ge­kom­men, was sie Scrum nann­ten. Wenn wir dies auch ver­su­chen, wer­den wir viel­leicht et­was Scrum-ähn­li­ches fin­den. Wich­tig ist, dass das Pro­blem er­kannt und ge­löst wird. Da hat der Ger­hard recht!

 

Jo­hann von Bosch sag­te nach der Ver­an­stal­tung zu mir: “Hoch­in­ter­es­sant – In Echt­zeit mit Ger­hard zu dis­ku­tie­ren ist aber ei­ne ech­te Herausforderung :-)”

Ir­gend­wann dis­ku­tier­te dann auch der Key­bor­der der Band mit – es war ein su­per Abend mit span­nen­den The­men-Gäs­ten und tol­len Teil­neh­mern. Ei­ni­ge Stim­men: “ein­fach klas­se!” – “Du hast das rich­tig toll ge­macht, Mar­co.” – “Die Idee für die Agi­le Nacht Stutt­gart ist super.”

Noch­mals herz­li­chen Dank an al­le Beteiligten!
Wir hof­fen, vie­le von euch bei der nächs­ten Agi­len Nacht Stutt­gart am 12. Ok­to­ber 2015 im Pe­tro­si­li­us wie­der zu sehen.

Mar­co Klemm

 

Wolfgang Reza Sharavi

The­men­gast: Wolf­gang Re­za Sharavi

Von sei­nen Vor­ge­setz­ten, Kol­le­gen und Freun­den ein­fach „Re­za“ ge­nannt, blickt er mitt­ler­wei­le auf über 15 Jah­re in der Ent­wick­lung von si­cher­heits­kri­ti­schen Zug­steue­rungs­sys­te­men zu­rück. Als ge­lern­ter Sys­tem­in­ge­nieur, Grup­pen­lei­ter (Head of On­Board Unit De­ve­lo­p­ment) ei­nes HW/SW-Pro­duk­tes und mitt­ler­wei­le Pro­jekt­ver­ant­wort­li­cher für über 60 Leu­te und 32 Mio € Bud­get un­ter­stützt er ge­ra­de sei­ne Fir­ma Tha­les Trans­port Sys­tems GmbH bei der Ge­win­nung von er­folgs­kri­ti­schen bom­bas­tisch-gro­ßen Kun­den (gan­ze Län­der wie Eng­land). In die­sem Sin­ne sorgt er mit sei­nen 3 Teams in Stutt­gart und Wien ba­nal­er­wei­se da­für, dass Zü­ge recht­zei­tig bremsen.
Re­za sieht sich als „Ver­än­de­rer“ von V‑Modell, pha­sen­ori­en­tier­ten Was­ser­fall-Pro­zes­sen (die „manch­mal“ nicht funk­tio­niert ha­ben) zu agi­len Me­tho­den wie Scrum – weil es aus sei­ner Sicht ein­fach not­wen­dig war.
Sei­ne Pro­jekt­mit­ar­bei­ter sa­gen über ihn, dass er sel­ten am Platz ist – aber wenn sie ihn er­wi­schen, dann nimmt er sich Zeit für sie! Re­za ist ein net­ter Ma­cher, je­mand auf den man sich ver­las­sen kann, der aber ab und zu ein paar Bäl­le zu viel in der Luft hat. Er kennt das Pro­jekt und die tech­ni­schen In­hal­te sehr gut und nimmt die Din­ge in die Hand. Be­son­ders schät­ze ich an ihm, dass er ziem­lich un­ei­gen­nüt­zig ist, er denkt zu­erst an das Pro­jekt und am Schluss an sich selbst.

Re­za ließ uns an sei­ner Er­fah­rung teil­ha­ben – an den gu­ten und schlech­ten Sei­ten – bei der lang­jäh­ri­gen, stand­ort­über­grei­fen­den HW-/SW-Ent­wick­lung mit über 60 Leu­ten und 32 Mio € Bud­get, ei­nem klas­si­schen Ma­nage­ment au­ßen­rum im Groß­kon­zern. Da­bei er­zähl­te uns Re­za von den drei Etap­pen: der Zeit­rech­nung vor „Agil“ bis 2013, der Zeit­rech­nung mit „Agil“ ab Q1 2014 und der Zeit­rech­nung nach über ei­nem Jahr 2015 „agi­ler Er­fah­rung“: al­les gut, oder…?
Vie­le Pro­blem­stel­lun­gen kann­ten die Gäs­te von ih­ren ei­ge­nen Pro­jek­ten – hier­über dis­ku­tier­ten wir mit Reza.

Dr. Gerhard Wohland

The­men­gast: Dr. Ger­hard Wohland

2006 bin ich auf dem Ex­per­ten Fo­rum Stutt­gart durch Zu­fall zum ers­ten Mal in ei­nen Work­shop von Ger­hard rein­ge­stol­pert und dach­te zu­nächst, dass ich beim Durch­tre­ten der Tür in ei­nem an­de­ren Uni­ver­sum ge­lan­det bin. Der „et­was an­de­re Mann“ hat in drei Stun­den mei­nen Ho­ri­zont er­wei­tert, wie es noch kei­ner zu­vor ge­schafft hat – und ich bin nicht der ein­zi­ge, der das sagt.

Ger­hard ist ei­ner, der uns IT­lern / SW-Ent­wick­lern / Pro­jekt­lei­tern / Ma­na­gern ein kniff­li­ges The­ma wie „Un­ter­neh­mens­kul­tur“ so hand­fest er­klä­ren kann, dass wir auch wirk­lich was da­mit an­fan­gen können.

Vor al­lem mit et­was Ab­stand ha­be ich ver­stan­den, war­um ich vie­le Scrum-Ein­füh­run­gen sehr kri­tisch se­he, Scrum nicht die Sil­ver Bul­let ist (wie es uns Ken Schwa­ber ger­ne er­zählt) – und mei­ne ers­ten Coa­ching-Ein­sät­ze 2014 in die Ho­se ge­hen mussten!

Ger­hard zeig­te uns, war­um die Ein­füh­rung von Scrum kei­ne Pro­ble­me löst. Wenn du Scrum ein­führst, um ein Pro­blem zu lö­sen, dann machst du be­reits was ver­kehrt und zäumst das Pferd von hin­ten auf. Die Kat­ze beißt sich in den Schwanz.
Dies stellt Un­ter­neh­men und Or­ga­ni­sa­tio­nen vor ein ge­wal­ti­ges “Pro­blem”. Denn mit ih­ren Maß­nah­men ma­chen sie die Si­tua­ti­on viel­leicht so­gar schlimmer.

In un­se­rer Diskussion

  • ließ uns Ger­hard be­grei­fen, die rich­ti­ge Fra­ge zu stellen,
  • zeig­te er uns, wie sich Or­ga­ni­sa­tio­nen vor sich selbst schüt­zen und selbst über­lis­ten kön­nen und
  • zeig­te ei­nen Weg auf, wie dann so­was “Scrum-ähn­li­ches” als Er­geb­nis raus­kom­men kann.
Marco Klemm

Mo­de­ra­ti­on: Mar­co Klemm

Mar­co ist Be­su­cher von vie­len lang­wei­li­gen Ver­an­stal­tun­gen und Va­ter von drei Kin­dern, der sich ge­nau über­legt, wo er sei­ne Zeit in­ves­tiert. Er be­schäf­tigt sich seit 2003 mit agi­len Vor­ge­hens­wei­sen in tra­di­tio­nell ar­bei­ten­den Un­ter­neh­men und war ei­ner der ers­ten 50 Scrum-Mas­ter in Europa.
Mar­co ist Mit­glied bei JUGS e.V., Pro­jekt­haus Stutt­gart und SENS e.V. so­wie Ge­schäfts­füh­rer der mIT­blick GmbH.

Agi­le Nacht Stuttgart?
Fach­li­cher Dia­log, neue Ideen, ent­spann­ter Abend.

Wir ha­ben al­le zu we­nig Zeit. Ge­fühlt kommt das Pri­vat­le­ben oft zu kurz. Dar­aus ent­stand un­se­re Idee, das Nütz­li­che mit dem An­ge­neh­men zu ver­bin­den, das Be­ruf­li­che mit dem Pri­va­ten. Wir tun in lo­cke­rer At­mo­sphä­re et­was für un­se­re Wei­ter­bil­dung und tref­fen uns gleich­zei­tig mit Freun­den & Bekannten.

Du kennst das: du hörst ei­nen Vor­trag und hast nur am En­de ei­ni­ge Mi­nu­ten, um Fra­gen zu stellen.

Es gibt bei der Agi­len Nacht Stutt­gart kei­ne Vor­trä­ge, son­dern „Po­di­ums­ge­sprä­che“ – eher „Tre­sen­ge­sprä­che“ – zwi­schen Mo­de­ra­tor und The­men-Gäs­ten. Un­ter­bre­chun­gen und kri­ti­sche Fra­gen aus dem Pu­bli­kum sind aus­drück­lich er­wünscht! Wir hof­fen auf re­ge Dis­kus­sio­nen und pla­nen dem­entspre­chend mit „ro­bus­ten“ Themen-Gästen.

Rosenau Lokalität & Bühne

Ver­an­stal­tungs­ort: Rosenau

(mit neu­er leis­tungs­fä­hi­ger Lüf­tungs­an­la­ge im Saal)
Rote­bühl­str. 109b, 70178 Stutt­gart
www.rosenau-stuttgart.de
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Part­ner

Java User Group Stuttgart e.V. (JUGS e.V.)

Ja­va User Group Stutt­gart e.V.
Die JUGS e.V. ist ei­ne der ak­tivs­ten Ja­va User Groups in Europa.

Ver­an­stal­ter

mITblick GmbH

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Wir hel­fen klas­si­schen Or­ga­ni­sa­tio­nen, agi­ler zu werden!

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